Ess-Süchtige versuchen durch übermäßiges Essen mit Gefühlen wie Angst, Trauer, Wut, Einsamkeit oder Langeweile fertig zu werden.
Anfangs wechseln Fress-Attacken mit Diäten, bis schließlich nur noch Heißhungeranfälle bleiben.
Eine Ess-Attacken-Störung liegt vor, wenn die "Fressanfälle" mindestens zweimal pro Woche auftreten und dies über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg. Betroffene fallen durch ihr schnelles Essen und Hinunterschlingen der Nahrungsmittel auf. Sie essen so lange weiter, bis sie ein unangenehmes Völlegefühl oder Übelkeit verspüren. Rückzug, Ekelgefühle und in der Folge depressive Verstimmungen sind die Folge.
Betroffen sind Menschen, die sich unabhängig von ihrem Gewicht übergewichtig und nicht wohl in ihrem Körper fühlen und in der Vergangenheit bereits mehrere Diätversuche gemacht haben.
Anders als bei Magersucht oder Bulimie sind viele Männer betroffen.
Merkmale
- Heißhungerattacken mit dem Verlust von Selbstkontrolle
- Keine Maßnahmen zur Gewichtsreduktion
- Essattacken werden als belastend empfunden
- Starke Gewichtsschwankungen oder extremes Übergewicht (Body-Mass-Index > 30)
Ursachen
- mangelndes Selbstwertgefühl und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper
- seelische Probleme
- Einsamkeit
- emotionale Schwierigkeiten
Bei Fragen dazu wende dich in einem vertraulichen und anonymen Gespräch an den JugendService Regional-Point deiner Nähe.