Schon vor sehr langer Zeit hatten Menschen den Wunsch, in der dunklen Jahreszeit etwas Grünes im Haus zu haben. Die Römer, die vor über 2.000 Jahren lebten, feierten am 25. Dezember die Wintersonnenwende. Das ist der Tag, an dem die Tage wieder länger werden. Sie schmückten ihre Häuser mit grünen Lorbeerzweigen, um das Ende der dunklen Zeit zu feiern.
Auch Kelten und Germanen nutzten immergrüne Zweige. Sie glaubten, dass diese Zweige böse Geister fernhalten und Glück bringen. Mit Weihnachten hatte das zwar noch nichts zu tun, aber später übernahmen die Christen diesen Brauch. Sie fanden Tannenzweige besonders passend, weil Tannen das ganze Jahr über grün bleiben. Für sie wurden Tannenbäume ein Symbol für Hoffnung und ewiges Leben.
Erst später stellte man ganze Bäume in die Häuser. Der erste richtige Weihnachtsbaum soll im 16. Jahrhundert in Deutschland gestanden haben. Er war mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen geschmückt – und die Kinder durften davon naschen!
Vor etwa 200 Jahren begann der Weihnachtsbaum richtig beliebt zu werden. Ab da verbreitete sich der Brauch rund um die Erde. Europäische Auswanderer brachten ihn sogar nach Nordamerika. Heute steht der geschmückte Tannenbaum fast überall auf der Welt und gehört für viele Menschen fest zu Weihnachten dazu.
