Woher kommt der Aprilscherz?
Ganz genau weiß das niemand. Sicher ist nur: Die Tradition ist schon sehr alt – mindestens 400 Jahre. Damals wurde der Ausdruck „jemanden in den April schicken“ zum ersten Mal aufgeschrieben.
Eine bekannte Geschichte führt nach Frankreich: Vor mehr als 450 Jahren wurde der Kalender verändert und das Neujahrsfest vom 1. April auf den 1. Jänner umgelegt. Viele Menschen machten sich aber einen Spaß daraus, verschickten weiterhin Einladungen zur Neujahrsparty am 1. April und lachten dann über diejenigen, die tatsächlich zur Party erschienen. So könnte der Aprilscherz entstanden sein.
Heute machen Menschen in vielen Ländern Streiche.
In Frankreich basteln Leute Papierfische und kleben sie so vielen Leuten wie möglich auf den Rücken. “Poisson d'Avril” rufen die Menschen dann. Das heißt soviel wie “April-Fisch”. In Griechenland glaubt man, dass derjenige, der am 1. April einen Scherz macht, das ganze Jahr über Glück hat. Und bei uns erfindet man am 1. April Geschichten, die wir glaubhaft erzählen und damit jemandem einen Streich spielen.
Da gibt es auch Streiche von Zeitungen, Fernsehsendern oder großen Unternehmen, die um die halbe Welt gingen.
- Spaghetti wachsen auf Bäumen
Vor fast 70 Jahren behauptete ein Fernsehsender in Großbritannien, dass Spaghetti auf Bäumen wachsen. Der Bericht zeigte Menschen, die lange Spaghetti-Nudeln von Bäumen ernteten. Viele Zuschauer:innen glaubten die Geschichte und fragten beim Fernsehsender nach, wie sie selbst Spaghetti anbauen könnten. April, April! - Turnstunde mit einem Orang-Utan
Ein Zoo in Südostasien lud seine Besucher:innen zu einem Frühstück und Morgengymnastik gemeinsam mit einem Orang-Utan ein. Viele Menschen meldeten sich begeistert an, doch es war nur ein Aprilscherz. - Burger für Linkshänder:innen
Eine Fast-Food-Kette in Amerika behauptete, sie verkaufe jetzt einen speziellen Burger für Linkshänder. Tausende Menschen wollten ihn ausprobieren, dabei war alles nur erfunden, denn es war 1. April!
Du willst selbst jemanden in den April schicken?
Der 1. April zeigt: Ein bisschen Spaß gehört zum Leben dazu.
Wichtig ist: Der Scherz sollte harmlos sein und niemanden verletzen oder kränken. Am Ende sollen alle lachen können.
Und aufgepasst: Vielleicht plant ja gerade auch jemand einen Scherz mit dir!
