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4youCard, Leben & Freizeit, International

Ab ins Ausland!

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, Erfahrungen im Ausland zu sammeln? Dazu gibt es

viele Möglichkeiten. Eine davon ist ein freiwilliges Engagement in einem anderen Land über das ESK (Europäisches Solidaritätskorps). Clara (20 Jahre), Agnes (19 Jahre) und Nora (19 Jahre), erzählen von ihrem Freiwilligendienst im Ausland!

Clara Bruckner arbeitete für „La Ligue de l’enseignement du Cher“ in Bourges, Frankreich
Schon lange vor der Matura stand für mich fest: Danach möchte ich ins Ausland gehen. Es war einer meiner größten Träume – und eine Entscheidung, die ich bis heute keine Sekunde bereut habe. In ein neues Land zu ziehen, ohne die Sprache zu sprechen, mit Menschen zusammenzuwohnen und zusammenzuarbeiten, die man vorher noch nie getroffen hat, und dabei so weit von zuhause entfernt zu sein – all das ist eine Erfahrung, die einen fürs Leben prägt. Natürlich war ich vor meiner Abreise nervös und habe meine Entscheidung immer wieder hinterfragt. Rückblickend war es jedoch der beste Entschluss, den ich treffen konnte. Während meines Einsatzes für eine soziale Organisation in einem fremden Land musste ich meine Komfortzone immer wieder verlassen. Dabei wurde mir bewusst, wie bereichernd es ist, sich auf Neues einzulassen. Ich habe nicht nur viel über andere Menschen und Kulturen gelernt, sondern auch über mich selbst. Vor allem habe ich begriffen, wie wichtig es ist, anderen Menschen offen und tolerant zu begegnen – unabhängig von ihrer Herkunft. Heute habe ich Freunde aus den verschiedensten Kontinenten, Ländern und Kulturen. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich wir Menschen sind. Genau diese Vielfalt macht unsere Welt so besonders. Wenn wir offen aufeinander zugehen, können wir unglaublich viel voneinander lernen – und genau das ist für mich die wertvollste Erfahrung meines Auslandsjahres.


Agnes Zweimüller arbeitete bei A.T.A. – Development Support for Transylvania in Rumänien
„Nimm genug Knoblauch mit!“, war meist die erste Reaktion, wenn ich erzählt habe, dass ich für acht Monate nach Transsilvanien gehen werde. Vampire habe ich dort zwar nicht getroffen, dafür aber viele herzliche und inspirierende Menschen. Ich wohnte mit zehn Freiwilligen aus sechs verschiedenen Ländern zusammen. Wir verbrachten den Großteil unserer Freizeit gemeinsam, und schnell wurden aus Fremden Freunde fürs Leben. Auf den ESK bin ich gestoßen, weil ich nach meiner Matura eine Pause vom Lernen einlegen und dabei etwas Sinnvolles tun wollte – am besten im Ausland. In der rumänischen Organisation unterstützte ich die Pädagog:innen in einem Kindergarten, gestaltete dort Englisch-Workshops, arbeitete auch in einem Zentrum für Menschen mit Beeinträchtigung und organisierte einen English Conversation Club mit. Es ist faszinierend, wie viel Kommunikation ohne gemeinsame Sprache möglich ist! Mit der Gründung eines Theaterclubs konnte ich ein Herzensprojekt verwirklichen. Die Aufführung unseres mehrsprachigen Stückes war ein absolutes Highlight für mich, aber der Weg dorthin war auch eine riesige Herausforderung. In diesen acht Monaten bin ich oft über mich hinausgewachsen und habe erstaunlich viel gelernt und erlebt. Das ESK bot mir die perfekte Möglichkeit, ein Land zu entdecken und einzigartige Erfahrungen zu machen. Ich kann es allen ans Herz legen, diesen Schritt zu wagen. Es gibt ganz verschiedene Projekte, da ist für jede und jeden etwas Passendes dabei.
 

Nora Bogner arbeitete im Houens Odde Spejdercenter in Dänemark
Nach der Schule wollte ich in eine fremde Kultur eintauchen, eine neue Sprache lernen
und etwas ganz anderes ausprobieren. Beim Pfadfinderheim in Dänemark hat mich besonders die Lage am Fjord und die praktische Naturarbeit angezogen. Wir Freiwilligen kümmerten uns von 9 bis 15 Uhr um praktische Dinge: Feuerholz hacken, Campingplätze mähen, Zelte aufstellen oder in der Küche helfen. In der Freizeit gingen wir einkaufen, an den Strand, kochten zusammen und schauten Filme. Fast wie eine Familie wohnten und arbeiteten wir zusammen und unternahmen viele Ausflüge. Die Winterzeit war oft hart, weil es nur wenige
Stunden hell war und wir drei Tage pro Woche zur Sprachschule mussten. Doch wir zogen das gemeinsam durch! Auch im Arbeitsalltag meisterten wir Herausforderungen. Einmal sollten wir ohne unseren Chef eine Teambuilding-Aktivität für Erwachsene leiten – ich war nervös, aber es funktionierte sehr gut, und das machte mich stolz. Auch beim Reversieren des Traktors mit Anhänger bekam ich den Dreh raus. Insgesamt wurde ich viel selbstständiger und weiß, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Das war das beste Jahr meines Lebens, voller emotionaler Höhen und Tiefen! Ich war erstaunt, dass ich offen auf Menschen zugehen und trotz Sprachbarrieren enge Freundschaften schließen kann. Ich lernte, meine Komfortzone zu verlassen und ständig Neues zu probieren – meist kommt etwas Tolles und Unerwartetes dabei heraus.

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