Freiwillige Einsätze als Ersatzdienst

Seit 1.1.2016 besteht die Möglichkeit ein freiwilliges Sozialjahr, ein freiwilliges Umweltschutzjahr (bei Einrichtungen nach dem Freiwilligengesetz) oder den Europäischen Freiwilligendienst anstelle der Wehrpflicht abzuleisten.

Voraussetzungen für die Anrechnung als Ersatzdienst

1. Abgabe der Zivildiensterklärung

2. Feststellung der Zivildienstpflicht mit Bescheid der Zivildienstserviceagentur

3. Gib so früh wie möglich - jedenfalls noch VOR einer Zuweisung zum Zivildienst - der Zivildienstserviceagentur mit einer E-Mail an sozialjahr@zivildienst.gv.at bzw. umweltschutzjahr@zivildienst.gv.at bekannt, dass du Interesse an einem Freiwilligen Sozialjahr bzw. Umweltschutzjahr hast - andernfalls erfolgt die Zuweisung zum Zivildienst! Gib in der E-Mail deinen vollständigen Namen, das Geburtsdatum und deine Zivildienstzahl an.

4. Du musst bereits VOR einer Zuweisung zum Zivildienst eine privatrechtliche Dienstvereinbarung über die Leistung eines durchgehenden, mindestens 10 Monate dauernden Freiwilligen Sozialjahres mit einer nach dem Freiwilligengesetz anerkannten Trägerorganisation schließen und diese Vereinbarung an die Zivildienstserviceagentur senden.

5. Bei rechtzeitigem Vorliegen eines solchen Vertrages wirst du bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres nicht zum Zivildienst zugewiesen.

6. Nach Absolvierung des Sozialjahres erhältst du ein Zertifikat von der Trägerorganisation. Dieses Zertifikat ist wieder an die Zivildienstserviceagentur zu senden. 
Wenn du den Dienst vorzeitig beendest, wird die im Dienst zurückgelegte Zeit, soweit sie zwei Monate übersteigt, auf den Zivildienst angerechnet. Restzeiten des Zivildienstes sind in diesen Fällen zu leisten.

Europäischer Freiwilligendienst (EFD) als Ersatzdienst

Wenn ein Freiwilliger nach dem 1. Jänner 2016 an einem durchgehend mindestens 10 Monate dauernden Europäischen Freiwilligendienst (EFD) teilgenommen hat, wird er bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres nicht zum Antritt des ordentlichen Zivildienstes herangezogen.

Voraussetzung ist, dass bereits ein Zivildienstbescheid zugestellt wurde und das Interesse am EFD als Ersatzdienst bei der Zivildienstserviceagentur (ZISA) unter info(at)zivildienst.gv.at bekannt gegeben wird.

Dann hat der Zivildienstpflichtige nun Zeit eine akkreditierte Sendeorganisation in Österreich und in weiterer Folge eine akkreditierte Aufnahmeorganisation im Auslandzu suchen. Die dazu notwendigen Schritte sind unter folgendem Link auf jugendinaktion.at zu finden.

Sobald eine Zusage einer Aufnahmeorganisation vorliegt wird im Rahmen von “Erasmus+: Jugend in Aktion„ ein Förderantrag gestellt. Im Rahmen dessen muss ein EVS Volunteering Agreement (= eine privatrechtliche Dienstvereinbarung) zwischen Freiwilligen, Sendeorganisation und Aufnahmeorganisation abgeschlossen werden und so bald wie möglich an die Zivildienstserviceagentur übermittelt werden.

Bei rechtzeitigem Vorliegen eines Vertrages (EVS Volunteering Agreement) und einer offiziellen Bestätigung über die Förderzusage wird der Zivildienstpflichtige bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres nicht zum Zivildienst zugewiesen.

Nach Absolvierung des EFD erhält der Zivildienstpflichtige ein Zertifikat oder eineBescheinigung über die Ableistung des Dienstes (Youthpass). Dieses Zertifikat/die Bescheinigung ist (in Kopie) wieder an die ZISA zu senden (vor Vollendung des 30. Lebensjahres). In der Folge wird der Zivildienstpflichtige nicht mehr zum Zivildienst herangezogen.

EFD-Kontakt in OÖ:
Susanne Rosmann, Verein4YOUgend, Regionalstelle OÖ für EU-Programm Erasmus+: Jugend in Aktion
Hauptstraße 51-53, 4040 Linz, Tel. 0732/771030-12

Letzte Änderung am 04.05.2017 um 11:09 Uhr
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