Psychotherapie

Unter psychischer oder seelischer Erkrankung versteht man Einschränkungen im Denken, Fühlen, Verhalten und der Wahrnehmung.  Ganz allgemein kann jeder Mensch psychisch erkranken und nicht immer gibt es nur eine Ursache dafür. So sind auch die Behandlungsmöglichkeiten vielfältig und von Person zu Person unterschiedlich.

Mit psychischen Erkrankungen und deren Heilung beschäftigen sich besonders die Psychiatrie (medizinischer Zugang) und die Psychotherapie (therapeutischer Zugang).

 

Hilfe für die Seele - Psychotherapie

Wenn Selbsthilfe und Hilfe im privaten Netz der Familie oder im Freundeskreis nicht mehr helfen, kommt irgendwann der Tag, an dem jemand zum ersten Mal darüber nachdenkt, sich psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich aussehen: Beispielsweise, wenn man in einer unbefriedigenden Situation in Beziehungen, Schule oder im Job feststeckt. Andere suchen Hilfe bei einer Therapeutin oder einem Therapeuten, wenn sie in eine Lebenskrise geraten und Probleme nicht mehr ohne professionelle Hilfe lösen können. Wieder andere leiden unter psychischen Erkrankungen wie Ess-Störungen, Ängsten, Depressionen.

Bin ich gestört, wenn ich zur Psychotherapie gehe?

Ein Mensch, der wegen eines seelischen oder körperlichen Leidens zur Psychotherapie geht, ist genauso normal wie einer, der wegen einer Krankheit eine Ärztin oder einen Arzt aufsucht. Beide suchen konstruktive Hilfe und professionelle Unterstützung.

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Ziel einer Psychotherapie ist es, die Symptome, Verhaltensstörungen oder Probleme, die dich in die Therapie geführt haben, ausreichend zu verändern und Lösungsmöglichkeiten finden zu können, die für dich funktionieren. Die Therapiedauer hängt vom persönlichen Erleben, von der jeweiligen Problemstellung, und teilweise auch von der angewandten psychotherapeutischen Methode ab. Eine Besserung der Symptome tritt manchmal schon nach wenigen Sitzungen ein, manchmal braucht man mehr Geduld und Durchhaltevermögen.

Kann ich mir Psychotherapie überhaupt leisten?

Es gibt für Jugendliche einige Beratungsstellen, die kostenlos Psychotherapie anbieten. Erkundige dich in der JugendService-Regionalstelle in deiner Nähe.
Manche Therapeutinnen und Therapeuten haben sozial gestaffelte Preise, sodass eine Stunde für dich nicht mehr kostet als eine Nachhilfestunde. Ohne Begünstigungen sind Therapiestunden bei privaten Stellen sehr teuer und liegen zwischen 50 und 100 Euro pro Einheit. 
Es gibt eine Fülle an Therapierichtungen und es ist nicht leicht sich zu orientieren. Die bekanntesten sind: Gesprächstherapie, Familientherapie, Gestalttherapie, Psychoanalyse und Verhaltenstherapie.

Überblick über Fachpersonal

Die folgende Auflistung soll dir helfen, einen Überblick über Fachpersonen und deren Angebote für Menschen mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen zu bekommen:

Psycholog/-innen:
Psychologen haben ein Studium der Psychologie absolviert und dürfen ohne weitere Zusatzausbildung nicht mit psychisch erkrankten Menschen bzw. im klinischen Bereich tätig werden.

Klinische- und Gesundheitspsycholog/-innen
Diese Berufsgruppe hat ein Psychologiestudium als Basisausbildung und in der Folge eine darauf aufbauende Berufsausbildung absolviert. Ihre Aufgabengebiete umfassen Beratung sowie Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankungen.

Psychotherapeut/-innen:
Psychotherapie ist ein Heilverfahren zur Behandlung von psychischen, psychosozialen oder psychosomatischen Leidenszuständen. Im Rahmen regelmäßiger Gespräche mit einem Psychotherapeuten soll die Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes herbeigeführt werden. Die Psychotherapie-Ausbildung ist gesetzlich geregelt und für Menschen aus verschiedensten Grundberufen zugänglich.

Psychiater/-innen:
Psychiater sind Ärzte, die im Anschluss an ihr Medizinstudium die Facharztausbildung in Psychiatrie absolviert haben. Ihre Aufgabengebiete umfassen die Diagnostik und Behandlung von psychischen Leidenszuständen und Erkrankungen. Diese Berufsgruppe ist für die Behandlung mit Medikamenten sowie die Überprüfung der Wirkung und Nebenwirkungen zuständig.

Letzte Änderung am 30.04.2018 um 10:49 Uhr
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