Jobs & Praktika

Praktikum, Volontariat, Neben- oder Ferialjob?
Arbeit ist nicht gleich Arbeit – es gibt einige Möglichkeiten, um dein Taschengeld aufzubessern und berufliche Erfahrungen zu sammeln. Hier bekommst du Infos zu verschiedenen Beschäftigungsformen.
Was ist ein Ferialjob?
Ein Ferialjob ist ein befristetes Arbeitsverhältnis, das Schülerinnen und Schüler oder Studierende während der Ferien eingehen. Dein Dienstgeber ist verpflichtet, dich bei der Sozialversicherung anzumelden. Es gibt meist keinen Zusammenhang mit deiner Ausbildung. Manche Ferialjobs haben bestimmte Voraussetzungen. So werden zum Beispiel im Gastronomiebereich oder in der Kinderbetreuung oft Vorerfahrungen verlangt oder du musst schon 18 Jahre alt sein.
Folgende Überlegungen können dir bei deiner Ferialjobsuche helfen:
- Wann und wie lange möchte ich arbeiten?
- Welche Arbeitszeiten sind für mich möglich?
- Welche Entfernung zum Arbeitsplatz ist für mich sinnvoll?
- Kann ich mir vorstellen am Arbeitsort auch zu wohnen?
- Wieviel möchte ich verdienen?
- Welcher Arbeitsbereich interessiert mich?
- Welche Erfahrungen kann ich dem Unternehmen anbieten?
Flexibel bleiben!
Je flexibler du gegenüber Einsatzbereichen und Branchen bei deiner Ferialjobsuche bist, desto größer sind deine Chancen einen Ferialjob zu finden.
FerialjobbörseJugend-Landesrat Christian Dörfel
Ein Ferialjob bietet die tolle Möglichkeit für Jugendliche, selbst erste Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten und dazu auch noch eigenes Geld damit zu verdienen. Zusätzlich knüpft man neue Kontakte, lernt den Arbeitsalltag in einzelnen Berufsfeldern kennen und erweitert so seine Kenntnisse für die eigene Berufswahl. Das alles sind wichtige Schritte für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben!
Was ist ein Nebenjob?
Nebenjobs sind keine Vollzeitbeschäftigungen. Es gibt meist keinen Zusammenhang mit deiner Ausbildung, aber du sammelst wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt. Du solltest darauf achten, dass du angemeldet bist, also dass deine Tätigkeit der Sozialversicherung gemeldet ist.
In der Praxis kann ein Nebenjob alles Mögliche sein, zum Beispiel:
- Aushilfskraft im Handel
- Wochenend- oder Abenddienste im Hotel- und Gastgewerbe
- Betreuung eines Informationsstandes
- Verteilen von Flyern oder Werbegeschenken
- Arbeit in einem Callcenter
Noch ein Tipp:
Achte darauf, dass sich dein Nebenjob nicht negativ auf deine Ausbildung auswirkt.
Praktikum
Ein Praktikum ist freiwillig und steht im Zusammenhang mit deiner Ausbildung. Du musst daher im Betrieb dementsprechend eingesetzt werden. Du hast keinen Anspruch auf Entgelt, aber es kann eine Bezahlung vereinbart werden.
Ein Praktikum bietet dir folgende Möglichkeiten:
- Du kannst erste berufliche Erfahrungen sammeln.
- Du lernst den Arbeitsalltag kennen.
- Du erweiterst deine Kenntnisse.
- Du kannst Kontakte für eine spätere Bewerbung knüpfen.
Volontariat
Eine Form des freiwilligen Praktikums ist das Volontariat. Die wesentlichen Merkmale sind:
- Das Volontariat ist ein Ausbildungsverhältnis – es dient zum Zweck der Ausbildung.
- Du hast keinen Anspruch auf Entgelt.
- Du bist nicht an fixe Arbeitszeiten und Tätigkeiten gebunden.
- Du bist in der Unfallversicherung pflichtversichert – der Dienstgeber muss dich bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) anmelden.
Vereinbarungssache
Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es empfehlenswert, in einer Volontariatsvereinbarung die Ausbildungsbedingungen festzuhalten.
Pflichtpraktikum
An manchen Schulen, Universitäten und Fachhochschulen ist im Rahmen des Lehrplans beziehungsweise der Studienordnung ein Pflichtpraktikum vorgesehen.
Wie der Name schon sagt, ist dies verpflichtend, gehört zu deiner Ausbildung und ergänzt dein Wissen. Daher musst du im Betrieb auch dementsprechend eingesetzt werden. Bei einem Pflichtpraktikum steht der Lehr- und Ausbildungszweck im Vordergrund und nicht so sehr die Arbeitsleistung.
Mehr dazu
Informiere dich hier über Details zu deinem Pflichtpraktikum.