Springe zur Hauptnavigation (1) Springe zur Targetnavigation (2) Springe zur Suche (3) Springe zu den Breadcrumbs (4) Springe zum Inhalt (5) Springe zum Footer (6)

Integration

Auf dieser Seite findest du alle Infos zu Integration und Asylbescheid und auch Antworten auf Fragen wie: Dürfen jugendliche Asylsuchende eigentlich arbeiten? Wo gibt es Deutschkurse oder andere? Wie kann ich mich freiwillig engagieren? Und noch mehr.
Nahaufnahme von internationalen Studierenden, die ihre Händen übereinander halten und beisammen am Tisch sitzen

Infos zum Thema Asyl

Weltweit sind mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht, also etwa achtmal so viele Menschen, wie in Österreich wohnen. Die Mehrheit von ihnen findet Zuflucht in sicheren Teilen des eigenen Landes oder in Flüchtlingslagern der Nachbarländer. Manchmal herrschen jedoch auch dort schlimme Bedingungen, weshalb einige Menschen den oftmals beschwerlichen Weg nach Europa auf sich nehmen, mit der Hoffnung auf Asyl und eine bessere Zukunft.

Was bedeutet eigentlich „Asylwerber“, „subsidiär schutzberechtigt“ oder „Grundversorgung“?

Diese und andere Begriffe hat das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl in einer Sammlung zusammengefasst.

Wie viele Flüchtlinge gibt es weltweit und wo sind die meisten Menschen auf der Flucht?

Zahlen und Daten zum Thema Flucht finden sich auf der Homepage des UNHCR.

Bildung und Schule

Asylwerber haben je nach Alter und Status ihres Verfahrens unterschiedliche Möglichkeiten in Österreich, eine Ausbildung zu beginnen.
Wie alle anderen Kinder in Österreich im schulpflichtigen Alter, haben auch Kinder, die um Asyl angesucht haben, das Recht und sogar die Pflicht, die Schule zu besuchen.

Schule

UNHCR Österreich hat gemeinsam mit Experten und Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ein Infoheft  „Einfach erklärt! Schule und Ausbildung in Österreich“ entwickelt - mit folgendem Ziel: Du kannst damit das österreichische Schulsystem leichter verstehen und die richtige Ausbildungswahl treffen. Die Broschüre hilft dir und anderen jungen Flüchtlingen, sich im österreichischen Schul- und Bildungssystem zu orientieren.

Verpflichtendes Integrationsjahr

Das Integrationsjahr dauert grundsätzlich ein Jahr und besteht aus mehreren Modulen. Wichtig dabei ist, dass du nicht alle Module ablegen musst. Diese Angebote stehen dir zur Verfügung: Kompetenzclearing, Deutschkurse ab Sprachniveau A2, Unterstützung bei der Anerkennung von Qualifikationen, Werte- und Orientierungskurse, Berufsorientierung und Bewerbungstraining, Arbeitsvorbereitungsmaßnahmen.

Die Abwicklung des Integrationsjahres wurde dem Arbeitsmarktservice (AMS) übertragen. Du kannst am Integrationsjahr des AMS teilnehmen, wenn du nicht mehr schulpflichtig bist, bereits Deutschkenntnisse auf Sprachniveau A1 hast und arbeitsfähig bist.

Rechtliche Infos für Multiplikatoren:     
Das Integrationsjahrgesetz regelt die Eingliederung von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten in den Arbeitsmarkt. Außerdem regelt das Gesetz die Vorbereitung der Arbeitsmarktintegration von Asylwerberinnen und Asylwerbern, bei denen die Zuerkennung von Asyl sehr wahrscheinlich ist.

Seit dem 1.1.2018 gilt das Gesetz auch für Asylsuchende mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit, die nach dem 31.3.2017 internationalen Schutz beantragt haben. Das Bundesministerium für Inneres definiert einmal jährlich die Personengruppen mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit. 

Basisbildung / Deutschkurse / Pflichtschulabschluss

Du bist Asylwerberin oder Asylwerber und nicht mehr schulpflichtig? Dann hast du die Möglichkeit, Kurse zur Basisbildung und Deutschkurse zu besuchen. Außerdem gibt es für dich die Möglichkeit, den Pflichtschulabschluss nachzuholen.

Basisbildung & Alphabetisierung

Basisbildungskurse werden meist im Bereich Lesen & Schreiben, Mathematik, Englisch und im Umgang mit dem Computer angeboten:

Pflichtschulabschluss nachholen

Als Asylwerberin oder Asylwerber hast du unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, den Pflichtschulabschluss in Österreich nachzuholen. Ein positiver Mittelschullabschluss wird von vielen Firmen vor dem Beginn einer Lehrausbildung vorausgesetzt. Hier findest du einen Überblick über Vorbereitungslehrgänge.

Übergangsklassen für nicht mehr schulpflichtige Asylsuchende

Einige Schulstandorte in OÖ bieten Übergangslehrgänge für junge Flüchtlinge an, die sich für eine Ausbildung an einer mittleren oder höheren Schule interessieren.
Weitere Informationen dazu gibt es bei der Schulservicestelle der Bildungsdirektion OÖ.

Migrare – Anlaufstelle für Anerkennung von Zeugnissen und Abschlüssen

Migrare bietet dir kostenlose, mehrsprachige Information, Beratung und ggf. Begleitung im gesamten Anerkennungs- bzw. Bewertungsverfahren von im Ausland erworbenen Abschlüssen an.

More-Programm der JKU Linz

Hier findet man ein Vorbereitungsprogramm für Flüchtlinge auf ein ordentliches Studium. 

Arbeit und Beschäftigung

Als asylwerbende Person kannst du in Österreich keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen. Dies gilt auch für eine geringfügige Beschäftigung. Asylwerbende sind nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz weitgehend vom freien Zugang zum Arbeitsmarkt ausgeschlossen. 

Die Möglichkeit für Jugendliche Asylwerber und Asylwerberinnen bis zum 25. Lebensjahr eine Lehre in einem Beruf mit Lehrlingsmangel zu beginnen, wurde 2018 abgeschafft. Wenn du als Flüchtling bereits eine Lehre begonnen hast, kannst du diese fortsetzen und abschließen, sofern du nicht in der Zwischenzeit einen rechtskräftig negativen Asylbescheid erhalten hast.

Was ist erlaubt?

Erlaubt sind nur Saisonbeschäftigung und Erntearbeit. Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte gemeinnützige Beschäftigung, die mit einem geringen Anerkennungsbeitrag abgegolten wird bzw. Tätigkeiten über den Dienstleistungsscheck (Arbeitsverhältnis in privaten Haushalten). Weitere Infos dazu findest du über das AMS.

Engagiere dich freiwillig!

Du möchtest dich für geflüchtete Menschen engagieren? Es gibt viele verschiedene Initiativen und Projekte, wo du mithelfen kannst:

Noch Fragen?

Du möchtest mehr Information zum Thema? Dir ist etwas unklar? Melde dich gerne im JugendService in deiner Nähe.