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Nachhaltig leben

Klimawandel, Armut, Finanzkrise, Natur- und Umweltschutz... das sind Schlagworte, die du sicher schon sehr oft gehört hast. Sie bezeichnen die großen Herausforderungen, denen wir uns in der heutigen Zeit stellen müssen. Führende Politiker aus aller Welt haben sich deshalb schon vor einiger Zeit überlegt, wie es gelingen kann, die Umwelt nicht weiter zu zerstören und möglichst allen Menschen ein würdiges Leben zu sichern – dabei ist „nachhaltige Entwicklung“ als Lösung herausgekommen.
alte Glasflaschen, die als Blumenvasen von der Decke hängen

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Wir sollen jetzt so handeln, dass Menschen auch in Zukunft dieselben Chancen und Möglichkeiten auf ein erfülltes Leben haben können. Nachhaltigkeit heißt, mit Ressourcen und Rohstoffen unserer Erde sorgsam umzugehen, damit es für die nächsten Generationen immer noch genug davon gibt.

Ökologischer Fußabdruck

Jeder Mensch hinterlässt daher einen „ökologischen Fußabdruck“. Dieser ist eine Messgröße für die Nachhaltigkeit. Der „ökologische Fußabdruck“ beschreibt den Flächenbedarf (globaler Hektar) der erforderlich ist, um die notwendigen Ressourcen für vier wichtige Lebensbereiche bereitzustellen: 

  • Wohnen & Energie
  • Konsum & Freizeit
  • Ernährung
  • Verkehr & Mobilität

Der Lebensstil der Weltbevölkerung verursacht ein ökologisches Defizit. Dies bedeutet, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen als nachwachsen.
 

Bewusster Umgang

Aus Alt mach Neu

Nicht immer muss es etwas Neues sein, um den Style aufzupeppen. Das gewisse Etwas, das Individuelle, womöglich Einzigartige, steckt oft in etwas Altem oder Gebrauchtem. Fürs Stöbern benötigst du etwas Zeit, dafür sparst du Geld und kannst dein ökologisches Gewissen beruhigen. 

Shopping mal anders...

Einkaufen ganz ohne Gegenleistung kannst du in sogenannten Kostnix-Läden – vorbeischauen lohnt sich!

Ein Beispiel: Kostnixladen Linz
 

Flohmärkte und Second Hand Shops

Es gibt verschiedene Online-Plattformen, wo gebrauchte Dinge angeboten werden. Als wahre Fundgruben erweisen sich auch Second Hand Shops. Wer zusätzlich ein wenig Frischluft schnappen will, für den sind natürlich klassische Flohmärkte empfehlenswert. Dabei lohnt es sich oft wirklich früh aufzustehen.

Upcycling

Du bastelst gern? Dann wäre „Upcycling“ etwas für dich: In Müll und alten Dingen steckt oft mehr, als man erwartet. Oft reicht ein wenig Kreativität und Zeit, um Ausgedientem neues Leben einzuhauchen. So kann Müllverwertung richtig Spaß machen und Basteln preiswert sein. Auf verschiedenen Websites kannst du dir entsprechende kreative Impulse und Bastelanleitungen holen.

Teilen und Tauschen

Mit Teilen, Tauschen, Leihen oder Schenken verschiedener Ressourcen (Dinge, Räume, Zeit, Fähigkeiten und Erfahrungen) liegst du voll im Trend. Die Idee ist aber nicht wirklich neu – „Teil-Klassiker“ sind zum Beispiel Wohngemeinschaften, Waschsalons, Mehrwegflaschen, Kindergärten, Büchereien, Kraftwerke, öffentliche Verkehrsmittel, Car-Sharing und Ähnliches mehr.

Vorteile vom Teilen, Tauschen und Leihen sind: 

  • keine/geringe Kosten (Anschaffung, Nutzung)
  • Zugang zu Ressourcen, die ich mir alleine nicht leisten könnte
  • höherwertige Ressourcen können angeschafft werden
  • Verantwortung und Risiko wird auf mehrere Leute aufgeteilt
  • Kennenlernen von Menschen mit gleicher Einstellung
  • Gegentrend zur Konsum-/beziehungsweise Wegwerfgesellschaft
  • mehr Platz in der Wohnung

Möglichkeiten des gemeinsamen („kollektiven“) Konsums gibt es viele, wie etwa getauschte Kleidung, E-Scooters, Autos (Car-Sharing) und Wohnungen gemeinsam benutzen, geliehene Werkzeuge usw. Das Organisatorische wird durch die Nutzung von sozialen Netzwerken und Internetplattformen immer einfacher. „Leihen statt Besitzen“ lässt sich somit ganz leicht verwirklichen. Das schont Ressourcen, spart Energie und stärkt die Gemeinschaft.
Nachbarschaftshilfe ist speziell in Zeiten der Krise, insbesondere für ältere Bewohnerinnen und Bewohner, ein wichtiger Aspekt von Zusammenhalt. Auf speziellen Plattformen kannst du auch jenen Menschen helfen, die Hilfe suchen.

Du hast Lust mitzumachen? Wir haben dir einige der zahlreichen Links zusammengestellt:

DIY - Do it yourself - Selbermachen

Mit „Do it yourself“ wird im Grunde alles bezeichnet, was du selber machen kannst. Und das ist mehr als du denkst – egal, ob du dein Zimmer/deine Wohnung verschönern, deiner Freundin ein individuelles Geburtstagsgeschenk schenken möchtest oder für deine Party noch eine Kochidee brauchst. Lass dich einfach inspirieren. Im Netz gibt es zahlreiche, teilweise auch kostenlose Ideen, Anleitungen und Rezepte zum Selbermachen – hier findest du eine Auswahl davon:

Do it yourself - Linkliste

"Teure Schnäppchen" oder bewusster Konsum

Wir alle sind Konsumentinnen und Konsumenten, die täglich, viel und gerne konsumieren. Darunter sind auch zahlreiche Produkte, die nicht nachhaltig sind und/oder fair hergestellt werden. Das heißt, Ressourcen werden schneller aufgebraucht als sie nachwachsen können oder werden verschwendet; Arbeiter und Arbeiterinnen werden schlecht entlohnt. Nachdem wir nur eine Erde haben und diese möglichst langfristig ein für uns bewohnbarer Ort bleiben soll, wäre es wichtig, so zu leben, dass keiner darunter zu leiden hat: nachhaltig und fair also.

Tipps zum bewussten Konsum

Jede und jeder Einzelne kann bestimmen, was sie oder er kauft und somit auch wie und was von den Firmen hergestellt wird, nach dem Prinzip von Nachfrage und Angebot. Entscheiden sich mehr Menschen für nachhaltige, regionale und fair erzeugte Produkte, dann müssen die Unternehmen darauf eingehen, um Gewinn zu machen. Demnach hast du als Konsumentin und Konsument Einfluss auf den Markt. Wir geben dir ein paar einfache Tipps, wie du ab sofort bewusster konsumieren kannst:

Brauche ich das wirklich?

Häufig kauft man Dinge, die man dann nie oder nur ganz kurz benutzt. Lass dich auch nicht von der Werbung zum Kaufen verleiten. Vielleicht kannst du dir ja etwas ausborgen oder gebraucht besorgen. Damit schonst du nicht nur die Umwelt, sondern auch dein Geldbörserl, denn Nichts kostet kein Geld.

Zero Waste

Müll so gut es geht zu vermeiden sollte das Ziel sein. Ein Tipp: Pack dir doch ein Stoffsackerl in deinen Rucksack. So kannst du beim Einkaufen leicht auf ein Plastiksackerl verzichten. Versuche durch bewusstes Einkaufen, gute Planung und richtige Lagerung zu vermeiden, dass Lebensmittel im Müll landen. Essensreste kannst du zu leckeren Gerichten verkochen. Wirf nicht alles gleich weg – greif doch einfach mal selbst zum Schraubenzieher und versuche etwas zu reparieren oder beglücke andere mit deinen gebrauchten Dingen, indem du sie günstig verkaufst oder verschenkst, siehe auch: Do it yourself und Teilen & Tauschen.

Kaufe regional und saisonal

Kaufe regional und saisonal: Durch regionale Einkäufe stärkst du die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt vor Ort; lange Transportwege der Waren können vermieden werden. Saisonales Obst und Gemüse ist ebenfalls nachhaltig und noch dazu günstig. Auch beim Online-Shopping kannst du darauf achten, bei heimischen Unternehmen einzukaufen.

Billig ist nicht immer gut

Jede Ware hat ihren Preis. Denke immer daran, wenn du den Preis nicht zahlst, dann muss es mit Sicherheit ein anderer tun. Sehr viele billige Produkte werden unter schlechten Arbeitsbedingungen, oft durch Kinderarbeit, hergestellt. Wenn du dir nicht alles kaufst, dann kannst du dir das Geld für einen langlebigeren, fairen Artikel sparen. Auf der sicheren Seite bist du auf jeden Fall, wenn das gekaufte Produkt ein Fairtrade-Gütesiegel aufweist.

Schone Ressourcen

Trink Leitungswasser, iss weniger Fleisch und tierische Produkte, und geh sorgsam mit Strom und Wasser um. Es muss nicht immer der komplette Verzicht sein, oft ist weniger schon mehr.

Gutes tun geht manchmal ganz einfach!

Verwende zum Beispiel die alternative Suchmaschine Ecosia. Ecosia spendet 80% der Einnahmen durch deine Suchanfragen an den WWF für Erhaltungsprogramme des Regenwaldes.

Was heißt was?

Du kannst mit den Begriffen noch nicht wirklich etwas anfangen? Erklärfilme findest du auf YouTube:

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