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Lernmethoden im Überblick

Du möchtest dein Lernverhalten positiv beeinflussen und deinen Lernerfolg steigern? Dann versuch es doch mal mit einer der folgenden Lernmethoden. Sie können Lernprozesse unterstützen, fördern und verbessern.
Mindmap an der Tafel

Schummelzettel schreiben

Eine Lernmethode, die gut funktioniert, ist zum Beispiel Schummelzettel schreiben. Klingt zwar komisch, ist aber so. Hast du erst mal einen Schummelzettel geschrieben – also die wichtigsten Infos kurz zusammengefasst – wird dir auffallen, dass du dir schon ziemlich viel davon beim Schreiben gemerkt hast. Aber Achtung: Benutzen ist natürlich verboten. ;)

Mnemotechnik

Mnemotechnik ist eine seit der Antike bekannte und angewandte Methode, um sich etwas leichter zu merken. Dabei werden Dinge, die du dir merken möchtest, mit Bildern, Orten, Assoziationen verbunden und prägen sich so im Gedächtnis ein. Somit kann auch das Erlernen von trockenem Wissensstoff, den du mit angenehmen Vorstellungen verknüpfst, Spaß machen.

Also gleich ausprobieren! Du wirst staunen, wieviel du dir mithilfe bestimmter Strategien merken kannst.

Eselsbrücken

Etwas, was du dir schwierig merken kannst, wird durch eine Verknüpfung mit einer einfachen Geschichte eingeprägt. Diese Verbindung ist wie eine Brücke – daher der Name Eselsbrücke.

1. Beispiel:

753 – schlüpfte Rom aus dem Ei

2. Beispiel:

Dromedar oder Kamel? Welches hat zwei Höcker?  
Das Kamel! So merkst du dir das: Zwischen den beiden Höckern kann wirklich  "Ka Mehl" (also: kein Mehl) herunterfallen! Stell dir dazu möglichst intensiv vor, wie zwischen den beiden Höckern ein dicker Mehlsack eingezwickt steckt.

3. Beispiel

Möchtest du dir die ersten zehn Kommastellen der Zahl Pi merken? 
Dann zähl´ einfach die Buchstaben der einzelnen Wörter des folgenden Satzes, schreib sie auf und du hast die Zahl Pi mit zehn Kommastellen! 
Pi = 3,1415926535


  3´  1    4    1     5            9         2       6         5        3     5
"Ist´s doch o jemine schwierig zu wissen warum sie beißt"

Anfangs-Buchstaben-Methode

1. Beispiel:

Was verbirgt sich wohl hinter dem Wort JEANY?
Eine großartige Merkhilfe um sich im Englischen die "key words" einzuprägen, die fast immer die Verwendung der Present Perfect Tense bedeuten:
        
J - just (He has just left.)
E - ever (Have you ever been ....)
A - already (I´ve already told ....)
N - never (I´ve never seen such a good film before.)
Y - yet (Have they arrived yet?)

2. Beispiel:

In der Musiklehre hilft uns ebenfalls ein bekannter Anfangsbuchstaben-Merksatz:
"Geh du alter Esel, hilf fischen"

G - Dur hat ein Kreuz als Vorzeichen
D - Dur hat zwei
A - Dur drei
E - Dur vier
H - Dur fünf
Fis - Dur sechs Kreuze

3. Beispiel:

Gut anwendbar ist die Methode auch beim Merken von Passwörtern. Denk dir einen (positiven) Satz aus und tippe davon die Anfangsbuchstaben ein: Zum Beispiel MZSMW (Meine Ziele sind mir wichtig) oder ILMFS (Ich liebe meinen Freund sehr). Zum zusätzlichen Verschlüsseln kannst du dir angewöhnen, nach dem ersten (oder zweiten oder dritten) Wort eine Zahl (1, 2, 3, ...) einzufügen – dieser Code ist garantiert nicht zu knacken!

Geschichten-Methode

Begriffe, die man sich in einer bestimmten Reihenfolge merken möchte, werden in Bilder verwandelt und aneinandergereiht.

Du verwandelst also etwas das du dir merken willst, einfach in eine Geschichte:
Du siehst vor dir eine sanfte, grüne Wiese. Eine Kuh labt sich gerade an den saftigen Gräsern, als plötzlich tausende von kleinen Blättern vom Himmel tanzen und die friedlich vor sich hin grasende Kuh beinahe völlig bedecken. Doch nicht genug damit – jetzt wird die Kuh auch noch von einem riesigen Netz eingefangen. Und wer waren die Übeltäter, die sich jetzt grinsend hinter einem Baum verstecken? Zwei kleine, freche Schimpansen.

Hast du die kleine Geschichte im Kopfkino gespeichert? (Probe: Kannst du sie jemandem weitererzählen?)
Hinter dieser Geschichte verbergen sich die vier Mägen der Kuh:

  • Labmagen
  • Blättermagen
  • Netzmagen
  • Pansen

Locimethode

Mit Loci werden Orte bezeichnet, an denen man etwas ablegt, das man sich merken möchte. Du suchst dir dazu einen Weg durch einen bestimmten Raum in deiner Wohnung oder deinem Haus.

Wie funktioniert es?

Leg eine Route für deinen Gedächtnisspaziergang fest!

Nehmen wir an, du entscheidest dich für dein Zimmer. Mach nun eine bewusste Runde durch diesen Raum und merk dir dabei zehn markante Plätze, die dir bei diesem Rundgang ins Auge fallen. Sollte der Raum zu klein sein, kannst du diese 10 Orte auch in zwei Räumen fixieren. Wichtig ist nur, dass du die einmal gewählte Reihenfolge beibehältst, weshalb es notwendig ist, jeden Raum immer in der gleichen Richtung (z.B. rechts von der Tür beginnend) im Geiste abzuschreiten.

Schreibe es nieder!

Das Einprägen wird erleichtert, wenn du dir diese 10 Plätze auch schriftlich notierst.

Nimm dir Zeit!

Versuche dir den Ablauf des Spaziergangs geistig genau vorzustellen und dir die gewählten Orte gut einzuprägen.
 

Probiers aus!

Verknüpfe die zu merkenden Begriffe mit den festgelegten Orten und du wirst feststellen, wie leicht du sie wieder abrufen kannst.

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