Jugend-Landesrat Dr. Dörfel vorgestellt
Damit ist er auch für das JugendService und die 4youCard zuständig.
Interview
Christian Dörfel im Interview
Du übernimmst von Wolfgang Hattmannsdorfer neben dem Sozial- und Integrationsbereich auch die Jugendthemen. Welche Schwerpunkte willst Du für Oberösterreichs Jugendliche setzen?
Christian Dörfel: Unsere Jugendlichen sind die Gestalterinnen und Gestalter von morgen. Wir brauchen junge, motivierte Köpfe, denen wir in Oberösterreich die besten Chancen geben wollen. Ich habe selbst zwei Enkerln, die noch ihr Leben vor sich haben – und diese Verantwortung für unsere Jungen will ich wahrnehmen.
Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?
Ganz wichtig ist für mich das Thema der finanziellen Bildung. Es gibt jetzt schrittweise das Bewusstsein, dass man jungen Leuten mitgeben muss, wie sie auch etwas schaffen können, wie sie mit ihrem Geld richtig umgehen. Da haben wir im JugendService ja auch schon sehr gute Angebote im Bereich der Finanzbildung, die wir weiter – auch im Rahmen unseres Schwerpunkts bei der Jugendstrategie – ausbauen wollen.
Das Thema psychische Gesundheit ist für viele junge Leute noch ein großes Thema. Welchen Handlungsbedarf siehst du da?
Unsere Jungen wachsen in völlig anderen Umständen auf als noch die Generationen davor – ich denke da nur an die sozialen Medien und die Flut an Negativinfos, die man dort täglich bekommt. Das macht natürlich etwas mit den jungen Leuten, sie machen sich viel mehr Gedanken, was die Zukunft bringt. Umso wichtiger ist es, dass wir hier eine gute Perspektive geben und ihnen die Werkzeuge geben, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.
Was schätzt du an Oberösterreichs Jugendlichen besonders?
Die Anpacker- und Umsetzer-Mentalität: In Oberösterreich sieht man nicht Probleme, sondern Lösungen und will sich einbringen. Das merkt man auch beim ehrenamtlichen Engagement: Bei der Feuerwehr, in der Musik, in Sportvereinen. Die Ehrenamts-Kultur lebt auch von jungen Leuten, die das aufrechterhalten und weitertragen. Das ist eine ganz wichtige Säule, die wir weiter stärken wollen.
Work-Life-Balance, keiner will mehr arbeiten – es gibt auch viele Klischees über die Jugendlichen. Was sagst du dazu?
„Die Jugendlichen“ gibt es sowieso nicht, wir müssen die Talente und die individuellen Fähigkeiten jedes Einzelnen fördern. Ich nehme das nicht so wahr, dass niemand mehr etwas arbeiten will, ganz im Gegenteil. Wenn ich durch Oberösterreich komme sehe ich viele junge, fleißige Leute, die sich etwas aufbauen wollen. Dazu müssen aber auch die Rahmenbedingungen stimmen. Das ist der Deal: Junge müssen leistungsbereit sein, aber Politik und Wirtschaft müssen auch den Rahmen dafür abstecken, dass man sich etwas aufbauen kann.
Was kann das JugendService beitragen, um auch die Zuversicht zu geben, dass die Jungen eine positive Zukunft erwartet?
Da geht es schon einmal drum, Orientierung zu geben. Mit dem PerspektivenCoaching gibt es zum Beispiel ein super Angebot, um die eigenen Stärken und Potenziale kennenzulernen und einen Überblick über die unterschiedlichen Ausbildungs- und Karrierewege zu bekommen. Junge Leute müssen heute sehr früh sehr viele Entscheidungen treffen, was Ausbildung und Job betrifft. Da müssen wir sie unterstützen und ihnen auch zeigen, was alles möglich ist.
Wordrap mit Christian Dörfel
... dass jeder Tag unterschiedlich ist und man mit vielen unterschiedlichen Menschen ins Gespräch kommt.
Mut und Zuversicht, Kraft und Optimismus.
.. verbringe ich Zeit mit der Familie daheim in Steinbach oder man findet mich im Fansektor bei einem LASK-Spiel.
.. dass sie in unserem Land ihre Zukunft sehen und ihre Fähigkeiten und Talente einsetzen können.
Steinbach an der Steyr, wo ich auch Bürgermeister bin.
Die Jobbörse und das JugendTaxi.
